DIY: Teppichboden selbst verlegen
Schritt für Schritt zum perfekten Bodenbelag
Foto: tesa/DIY Academy
Teppichböden sorgen für ein besonders warmes Wohngefühl. Die Schalldämmung ist bei Teppichen meist gleich inklusive, was die Wohnatmosphäre zusätzlich verbessert. Doch Teppich ist nicht gleich Teppich – es gibt verschiedene Teppicharten wie Schlingenware, Velours oder Nadelfilz, die sich in Optik, Haptik und Pflege unterscheiden.
Neben den Teppicharten spielt die Verlegeart eine große Rolle: Teppich kann vollflächig verklebt, mit doppelseitigem Klebeband fixiert oder einfach lose verlegt werden. Welche Methode für Sie die beste ist und wie Sie die sogenannte Auslegware richtig verarbeiten, erfahren Sie in dieser Anleitung Schritt für Schritt.
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1. Vorbereitung
Bevor Sie den Teppich kaufen, messen Sie den Raum präzise aus und planen Sie zusätzlich den Verschnitt an den Rändern ein. Sollte eine Fußbodenheizung vorhanden sein, achten Sie darauf, dass der gewählte Teppich dafür geeignet ist. Lassen Sie sich den Teppich anschließend entsprechend zuschneiden.
Wichtig: Reinigen Sie den Boden gründlich von Staub und Schmutz, bevor Sie den Teppich auslegen. Sorgfältiges Arbeiten zahlt sich aus; andernfalls könnten Unebenheiten entstehen, die sich später auf dem neuen Teppich abzeichnen.
2. Teppich auslegen und zuschneiden
Jetzt breiten Sie den Teppich lose im Raum aus. Viele Bodenbeläge dehnen sich je nach Temperatur leicht aus oder ziehen sich zusammen. Geben Sie dem Teppichboden daher etwas Zeit, am besten über Nacht, um sich an das Raumklima anzupassen. Achten Sie bezüglich der Dauer auch auf die Empfehlungen des Herstellers.
Schneiden Sie den ausgebreiteten Teppich als Nächstes grob mit etwa 10 cm Zugabe an den Rändern zu. Ein Teppichmesser mit Trapezklinge oder Hakenklinge eignet sich dafür am besten, da Sie damit präzise schneiden können. Achten Sie darauf, die Florrichtung des Teppichs zu berücksichtigen, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Wenn Sie mehrere Teppichbahnen verlegen, kleben Sie diese mit doppelseitigem Klebeband nahtlos zusammen.
Achten Sie bei gemusterten Teppichen darauf, dass die Muster genau aufeinanderpassen, bevor Sie mit der Fixierung beginnen. Für exakte Kanten verwenden Sie am besten eine Teppichschiene oder eine Cutter-Kantschiene.
3. Teppich-Fixierung anbringen
Bei der Fixierung mit doppelseitigem Klebeband bringen Sie ein geeignetes Klebeband gitterförmig oder umlaufend auf dem Boden an. Danach wird der Teppich vorsichtig daraufgelegt und fest angedrückt. Drücken Sie auch die Ecken fest an. Diese Methode eignet sich besonders für Wohnbereiche in Mietwohnungen, da der Bodenbelag später leicht entfernt werden kann.
Falls Sie sich für das vollflächige Verkleben entscheiden, sollten Sie zunächst einen Tiefengrund auf den Boden auftragen und gut trocknen lassen. Danach schlagen Sie den Teppich zur Hälfte zurück und tragen mit einem Zahnspachtel gleichmäßig einen geeigneten Teppichkleber auf. Tragen Sie den Kleber nicht zu dick auf, da sich sonst Blasen bilden können.
Wichtig: Achten Sie bei allen Methoden darauf, den Teppich von der Mitte aus nach außen hin anzudrücken, um Blasen oder Falten zu vermeiden. Verwenden Sie dazu eine Teppichrolle oder ein schweres Brett.
4. Stöße miteinander verbinden
Treffen im Türrahmen zwei Bahnen aufeinander, verbinden Sie diese am besten mit einem Nahtschnitt. Dazu werden die beiden Bahnen 3 bis 4 cm überlappend aufeinandergelegt und dann mit einem scharfen Teppichmesser mit Trapezklinge gleichzeitig zugeschnitten. So entsteht eine exakte Kante, die nahezu unsichtbar ist. Eine Cutterkantschiene ermöglicht einen präzise geführten Schnitt.
Damit sich die Schnittkanten nicht auflösen, können Sie diese mit einem Nahtversiegler behandeln. Besonders bei Teppicharten mit hohem Flor verhindert das ein späteres Ausfransen.
Foto: Henkel/DIY Academy
5. Sockelleisten und Übergangsprofile anbringen
Um den Übergang zwischen Teppich und Wand exakt abzuschließen, empfiehlt es sich, Sockelleisten aus Holz oder Kunststoff anzubringen. In Türbereichen oder beim Übergang zu einem anderen Bodenbelag (z.B. Laminat oder Fliesen) lässt sich mit Übergangsprofilen aus Aluminium oder Kunststoff eine saubere Verbindung herstellen. Falls Sie den Teppich auf einer Treppe verlegen, können Sie mit speziellen Treppenkantenprofilen die Stufen schützen und gleichzeitig ein Verrutschen des Teppichs verhindern.
Foto: wolfcraft/DIY Academy
Teppich auf altem Grund verlegen?Grundsätzlich können Sie einen Teppich auf einem alten Untergrund verlegen, aber nicht jeder Bodenbelag eignet sich gleichermaßen. An dieser Übersicht können Sie sich orientieren: Geeignete Untergründe
Untergründe mit Einschränkungen
Weniger geeignete Untergründe
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